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Umgang mit SVG-Dateien

  • Autorenbild: PrintShip3D
    PrintShip3D
  • vor 4 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Ein kleiner Guide zur Nutzung im Modellbau




Hilfestellung im Umgang mit Skalierbaren Vektorgrafiken


Dieser Guide soll dir helfen, mit SVG-Dateien, also Skalierbaren Vektorgrafiken umzugehen.


Der Vorteil an diesen Grafiken ist, dass die dort gezeichneten Linien nicht als Pixel, sondern als zwei-dimensionale Vektoren gespeichert sind. Das erlaubt es dir, diese Grafiken beliebig zu skalieren. Die gespeicherten Informationen als Vektoren erlauben es zudem, diese Dateien als Koordinatengrundlage für Schneidplotter oder Laserschneider nutzen zu können. Da hier aber eine Vielzahl an Programmen verfügbar sind, sind die Größeninformationen, welche in der Datei gespeichert sind meist nicht so nutzbar, wie du es aus unseren STL-Dateien kennst. Eine direkte Nutzung unter Skalierung nach unserem Faktor geht leider nicht.


Hier wird erklärt, wie du es trotzdem nutzen kannst. Je nach verwendetem Programm und Plotter kann es unterschiede geben und auch die entsprechenden Funktionsbezeichnungen variieren.


Es wird vorausgesetzt, dass du mit deinen Geräten und der Software bereits Erfahrung gesammelt hast und in der Lage bist, entsprechende Funktionen oder Einstellungen zu erkennen, auch wenn diese hier nur allgemein genannt werden und von der Benennung in deiner Software abweichen.


Bitte suche dir die sinngemäß passende Funktion oder Einstellung in deiner Software selbst raus. Manchmal kann es sein, dass gewisse Einstellungen schon standardmäßig aktiviert sind. Überspringe dann die entsprechenden Punkte.


Kein Schneidplotter zur Hand?


Kein Problem. Unsere SVG-Dateien helfen dir dennoch. Nutze sie einfach als Schablone. Die folgenden Schritte helfen dir ebenfalls, die Schablone in der passenden Größe auf ein Blatt Papier zu drucken, um diese auf deiner Glasfolie zu fixieren und auszuschneiden.


  1. Laden der Datei und Gruppieren


Öffne deine Plotter-Software und lade die gewünschte SVG-Datei. Standardmäßig werden unsere Fenster-Dateien in einem "Verbund" geliefert. Diesen kannst du auflösen, um einzelne Elemente zu bearbeiten.

Beachte, dass es Sinnvoll ist, gewisse Blöcke verbunden zu lassen, da diese immer im gleichen Verhältnis stehen. Bei den nachfolgend gezeigten Bildern stehen die Seitenfenster (Grün) in einer Relation zueinander. (Die Farbige Markierung der Fenster im Bild ist zu Anschauungszwecken, du musst diese nicht ändern.) Bringe die grünen Fenster in einen festen Verbund (Gruppieren oder Verbinden), dass diese später in deinem Schneidbild in gleicher Anordnung stehen bleiben. Wiederhole gleiches mit den gelben Fenstern und mit den blauen Fenstern.



  1. Messen an deinem Modell


Das Bauteil, an welches deine Fenster gehören, sollte fertig geschliffen, gespachtelt und bemalt sein, sodass die Fenster das letzte Finish darstellen, um dein Bauteil zu komplettieren. Solltest du das noch nicht getan haben, stelle dies zuerst fertig.


Miss mit einem geeigneten Messgerät die längste verfügbare und horizontal (Y) oder vertikal (X) verlaufende Strecke. Bitte nimm keine Diagonalen oder schräg verlaufende Entfernungen, da du in deinem Programm in der Regel nur X- oder Y- Koordinaten sauber skalieren kannst.



ACHTUNG!:


Die längste gerade Strecke ist immer die bessere Wahl! Warum?

Durch die Skalierung bei bestehendem Seitenverhältnis wirkt sich die Veränderung der längeren Seite weniger Stark aus, als umgekehrt. Beispielsweise bei einem Seitenverhältnis von 10:1 wirkt sich eine Änderung der langen Seite 10 um 0,1 auf die kurze Seite mit einer Änderung von 0,01 aus, also auf 1,01. Die Änderung ist hier also minimal.

Drehen wir das um und verändern die kurze Seite 1 um 0,1 ändert sich die lange Seite um das Zehnfache, also um 1 auf den Wert 11. Die klein erscheinende Änderung wirkt sich hier riesig aus und kann dazu führen, dass dein geschnittenes Bauteil nicht mehr passt.



Miss also möglichst genau und an der langen Seite. Merke dir die länge oder notiere sie dir.


  1. Anpassen der Vektorgrafik


Bringe die Vektorgrafik mithilfe der in deinem Programm mitgelieferten Mess- und Anpassungswerkzeuge auf dein ermitteltes Maß. Stelle sicher, dass die Größenänderung unter Beibehaltung des Seitenverhältnisses geschieht.



Da alle Fenster in einer SVG-Datei im selben Größenverhältnis zu deinem Modell gespeichert sind, kannst du vor der Größenänderung alle Objekte wieder in den Verbund nehmen und musst lediglich einmal skalieren.



Anschließend kannst du mit dem Schneiden beginnen.


  1. Keinen Schneidplotter?


Die vorigen Schritte kannst du mit vielen anderen Grafikprogrammen sinngemäß anwenden. Stelle sicher, dass dein Dokument auf die gleiche Skala eingestellt ist, mit welcher du Maß nimmst. Misst du in Millimeter, dann stelle dein Dokument in den Eigenschaften auf Millimeter ein. Sodass du in derselben Messskala unterwegs bist.

Passe die Größe der Vektorgrafik an und drucke das Dokument mit deinem Drucker auf ein Blatt Papier. Dieses befestigst du wieder ablösbar auf deinem "Modellbauglas" und schneidest die Fenster vorsichtig aus.

Du kannst alternativ auch selbstklebende bedruckbare Vinylfolie nehmen, welche wieder Ablösbar ist.

 

Wiederhole diese Schritte, bei allen anderen SVG-Vektorgrafiken und mache dir stets Gedanken, an welcher Stelle du Maß nimmst.


Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit

 

Ich bedanke mich und hoffe, dieser kleine Guide hat dir weitergeholfen.


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