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3D-gedruckte Propeller vorbereiten

  • Autorenbild: PrintShip3D
    PrintShip3D
  • 17. März
  • 4 Min. Lesezeit

Hallo Modellbauer,


In diesem Guide zeige ich dir, wie du 3D-gedruckte Propeller wie bpsw. aus unserem Shop oder wie sie in unseren Modellbausätzen teileweise enthalten sind, für deine Antriebswellen vorbereitest.



Hast du noch keine Propeller? Hier entlang:

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Was für ein Material?


Für den Druck habe ich ABS-Filament verwendet, welches bereits eingefäbt ist. Da ich kein bronzefarbenes Material finden konnte, habe ich mich eines anderen Filamentes mit Metallic-Effekt bedient, welches ähnlich aussieht. Du bist frei in der Wahl des Materials. Beachte dennoch, dass du ein Material benötigst, welches mechanische Belastungen und auch mal einen Schlag aushalten kann. Hier sind PETG, ABS, ASA... eine gute Wahl. Bitte nutze ein Material mit dem du im 3D-Druck vertraut bist und welches die genannten Bedingungen erfüllt.


Ich habe ABS Filament mit Metallic-shine im Farbton "Coffee Gold" verwendet. Klar könnt ihr eure Propeller auch lackieren, jedoch werdet ihr bei einem Verlust oder schaden schnell merken, dass es deutlich schneller geht, den Propeller gleich im entsprechenden Farbton drucken zu können.


Zu jedem der Propeller aus dem Shop wird eine passende Zentrierhilfe geliefert. Diese Zentrierhilfe hilft euch, die Propellernabe möglichst zentriert auf die Einschmelzhülse zu bekommen. Je zentrierter das passiert umso weniger eiert euer Propeller.


Es ist wichtig zu wissen, dass bei einem Schiffsmodell ein leicht eiernder Propeller nicht tragisch ist. Die meisten Kunststoffprpeller ab Werk, weichen meist auch leicht aus dem Zentrum ab und eiern ein wenig. Das ist der etwas ungenaue Schmelzvorgang und absolut nicht tragisch.


Es wird ein paar Propeller dauern, bis man den "Dreh" raus hat und gut Ergebnisse abliefert. Wie bei allem im Modellbau bedarf es halt einfach etwas Übung. Das schöne ist, wenn du erstmal einen STL-Propellersatz parat hast, kannst du so viele Propeller fertigen wie du willst und am Ende hast du immer einen Satz Reserve-Propeller parat, oder kannst dir auch am Sonntag schnell nochmal neue drucken.



Ein kleiner Hinweis nebenbei zur Fairness im Umgang mit STL-Dateien


STL-Dateien sind schnell weitergegeben und das ist illegal. Beim Kauf akzeptiert ihr eine Lizenz, die besagt, dass ihr die Dateien für euch so oft nutzen dürft, wie ihr wollt. In eurem Haushalt, für ein Modell eurer Kinder ist die Lizenz auch nutzbar. Das Ende ist erreicht, wenn Einzelteile für den Nachbarn / Freund / Vereinkollegen / Onkel / Tante oder wen auch immer ausgedruckt und weitergegeben werden. Jeder, der ein Bauteil aus euren Dateien erhält, MUSS im besitz einer Lizenz sein, auch wenn dieser keinen 3D-Drucker besitzt. Passiert dies nicht, schadet ihr dieser Plattform, ihr schadet uns.


Ich würde mich freuen, wenn ihr euren Teil dazu beitragt und euch Fair verhaltet. Dies gilt besonders bei den Propeller, da hier wirklich schnell gute Ersatzteile produzierbar sind. Ich helfe euch gerne und gebe mir Mühe, einen guten Service zu leisten bitte honoriert das und verweist dabei auf diesen Shop. Auch auf einen Sonntag kann der Kollege schnell die STL-Dateien mit der Lizenz kaufen und du darfst sie dann für ihn ausdrucken, um zu helfen - vielen Dank!


Was benötigt man zusätzlich für die Propeller?


Du benötigst deine Antriebswelle mit einem Gewinde am Ende. Passend zu deinem Gewinde, benötigst du Einschmelzhülsen oder auch Einschmelzmuttern genannt, die das Gewindegegenstück bildet.



Hier nochmal als Einkaufsliste:


  • Antriebswelle

  • Einschmelzhülsen


Für nach dem Einschmelzvorgang benötigst du zusätzlich noch eine Schüssel mit kaltem Wasser.


Für das Video nutzen wir eine M4 Antriebswelle und die gezeigten M4 Hülsen.


Was brauchst du für den Schmelzvorgang

Wenn man sich schonmal das ein oder andere Video von der Nutzung solcher Hülsen angesehen hat, wird man feststellen, dass diese teils mit dem Lötkolben eingeschmolzen werden. Da wir die Propeller jedoch präziser einschmelzen wollen, wird der Lötkolben keine Hilfe sein. Für unsere Zwecke benötigen wir eine Feuerquelle, wie bspw. ein Feuerzeug, einen Bunsenbrenner oder ähnliches.


Beachte bitte, dass du den Aspekt des Brandschutzes UNBEDINGT beachtest. Verlege deine Einschmelzwerkstatt im Zweifel ins Freie. Nutze eine feuerfeste Unterlage um sowohl dein warmes Feuerzeug als auch deine Schmelzprodukte abzulegen.


Besonderheiten für den Druck des Propellers


Du kannst alle Standardeinstellungen für den Druck verwenden, bis auf...


Wandlinien

  • Erhöhe die Zahl der Wand-, Deck, und Bodenlinien. Nutze mindestens 6-8 Wandlinine. Slice dein Bauteil immer wieder und passe die Linien so an, dass deine Propellerblätter zu 100% gefüllt sind. Nutze die Schieber an der Seite deines Ergebnisses um in die Zwischenschichten zu schauen. Stelle sicher, dass der Drucker keinen Hohlraum in die Propellerblätter druckt.


Aktiviere Stützstrukturen

  • Stützstrukturen sind bei den Propellern essentiell, da die Nabe auf der Druckplatte aufliegt und die Propellerflügel in der Luft stehen. Nutze Baumstrukturen als Stütze. Es reicht, wenn du einen Überhangwert von 20-30 Grad verwendest. So reduzierst du die Kontaktfläche unter deinen Propellerflügeln und hast später weniger Arbeit beim Entfernen.


Aktiviere Brim oder Saum...

  • Aktiviere Brim und stelle diesen so ein, dass ein ca. 5mm breiter Saum / Brim um die Propellernabe gedruckt wird. Das macht den Druck stabiler und hält alle Baumteile zusammen. Es reduziert die Druckunfälle.


Drucke zu jedem Propeller eine eigene Zentrierhilfe. Beim Erwärmen und Einschmelzen der Hülse wird auch die Zentrierhilfe warm. Es kann sein (muss aber nicht) dass beim Erwärmen und Eindrücken der Hülse deine Zentrierhilfe weich wird und sich verzieht. Dein nächster Propeller wird damit unausweichlich schlechter.



Nach dem Druck


Hast du die Teile gedruckt, entferne die Stützstrukturen. Zum Nacharbeiten kannst du entweder die groben Stellen abschleifen oder Feilst, schleift den Propeller komplett glatt. Für den Betrieb des Bootes wirst du keinen großen Unterschied merken, ob du deinen Propeller perfekt glättest oder die typische Rillenstruktur beibehältst.


Am Anfang wird es so sein, dass man den Propeller nochmal perfekt schleift und glättet und auch die Rillen noch mit einen Klarlack veredelt, das bringt leistungstechnisch aber nicht viel und wenn der Propeller dann mal abfällt, ist die Arbeit auch weg. Finde deinen Weg der finalen Veredelung und setze ihn entsprechend um. Wenn dein Druck optisch gut ist, kannst du ihn auch gleich Verarbeiten.



Vielen Dank, dass du dir diesen Guide angesehen hast. Wir wünschen dir viel Spaß beim ausprobieren.







 
 
 

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